Berberapen

ILLEGALER HANDEL MIT WILDTIEREN: BERBERAFFEN

Was ist illegaler Handel mit Wildtieren?

Der Handel mit Wildtieren oder Wildtierprodukten kann sowohl legal als auch illegal sein. Beide Formen sind sehr lukrativ. Illegaler Handel mit Wildtieren (und Wildtierprodukten) beinhaltet Wilderei, Schmuggel oder anderen Handel mit Wildtieren (und Wildtierprodukten) außerhalb der Grenzen der nationalen und internationalen Gesetzgebung.


Das Problem

Der illegale Handel mit Wildtieren ist nach Menschenschmuggel, Geldfälschung und Drogenhandel eine der lukrativsten illegalen Praktiken der Welt. Nach dem neuen EU-Aktionsplan gegen den Tierschmuggel werden laut verschiedener Quellen die jährlichen Gewinne auf 8 bis 20 Milliarden Euro geschätzt, wobei die EU der wichtigste Absatzmarkt ist.

Es geht um Tausende von Pflanzen- und Tierarten, aber glücklicherweise bemühen sich die Regierungen auf der ganzen Welt - einschließlich der europäischen Regierung, ihr Versprechen einzuhalten, den Handel mit Wildtieren zu bekämpfen. Sie bemühen sich um die Stärkung der verfügbaren Ressourcen, wie z.B. CITES.

Der Berbermakakenaffe (Macaca sylvanus) hatte die zweifelhafte Ehre, eines der am häufgisten beschlagnahmten Säugetiere auf der CITES-Liste der letzten Jahrzehnte zu sein. Es ist daher nicht überraschend, dass der Berbermakakenaffe der am meisten gerettete Primat bei AAP ist. Wir wissen daher aus erster Hand, wie ernst die Probleme sind.

Während die Weltpopulation der Schimpansen zwischen 299.700 und 431.100, die der Orang-Utans etwa 104.700 und die Zahl der Bonobos auf 15.000-20.000 geschätzt wird, beträgt die Zahl der Berberaffen nur 6.500-9.100. Der illegale Handel bedroht zusammen mit anderen Faktoren wie der Zerstörung ihres Lebensraums das Überleben der Berberaffen. Glücklicherweise könnte sich das Schicksal des Berbermakaken nach Jahren der Nichtbeachtung doch noch wenden. Im Oktober 2016 erhielt der Berberaffe, auch dank der Bemühungen von AAP, den höchsten internationalen Schutz gegen (illegalen) Handel, und es wurden mehrere interessante Projekte gestartet, um sicherzustellen, dass wir diesem einzigartigen Affen die Chance zum Überleben geben.

Berberaap Juma

Die Lösung

Nach Jahrzehnten der Vernachlässigung scheint sich das Schicksal der Berberaffen nun zu ändern. Auf der Grundlage unserer jahrelangen praktischen Erfahrung und in Zusammenarbeit mit unseren Partnern hat AAP eine ehrgeizige, integrierte und umfassende Strategie entwickelt, um gegen jeden Aspekt des Handels vorgehen zu können.

Verbesserter internationaler Schutz

Am 4. Oktober 2016 beschloss die Konferenz der Vertragsparteien von CITES (Internationaler CITES-Kongress / CoP17), die in Südafrika stattfand, das Schutzniveau für Berberaffen zu erhöhen, indem die Art in Anhang I des Übereinkommens aufgenommen wurde. Die betroffenen Länder (sowohl Herkunfts- als auch Zielländer des illegalen Handels mit Berberaffen) unternahmen einen beispiellosen Schritt, indem sie den gemeinsamen Vorschlag von Marokko und der EU einstimmig unterstützten. Das neue Schutzniveau wird dazu beitragen, die Durchsetzungsmaßnahmen gegen den Handel mit dieser Art zu verstärken. Der Vorschlag hat auch eine überwältigende Unterstützung von der weltweiten Tierschutzgemeinschaft bekommen.

Diesem großen Erfolg gingen 15 Jahre Vorbereitung voraus. AAP führte die Koalition der internationalen Organisationen an, die einen besseren Schutz forderten. Im Dezember 2015 traf AAP-Direktor David van Gennep mit EU-Umweltkommissarin Karmenu Vella zusammen und überreichte ihr mehr als 24.000 Unterschriften, die mehr Aufmerksamkeit und Schutz für die Art forderten.

Born to be Wild

Das höchste gesetzliche Schutzniveau für eine Art bedeutet wenig, wenn dieser Schutz nicht in der gesamten Handelskette angewendet wird. Dies ist die Logik hinter "Born to be Wild", einem Projekt, das auf dem Erfolg früherer Initiativen aufbaut, die darauf abzielten, der Wilderei von jungen Berberaffen in Marokko entgegenzuwirken, die Vollzugsbehörden zu schulen und beschlagnahmte Affen zu retten und zu rehabilitieren.

Es umfasst auch Maßnahmen zum Schutz und zur Wiederherstellung von Lebensräumen und zur verstärkten Einbeziehung der Bevölkerung. Das Projekt wird von AAP initiiert und finanziert und von Partnern zusammen mit dem International Fund for Animial Welfare (IFAW) durchgeführt.

Marrakech
Berberaffen auf dem Markt als Touristenattraktion.

 

Team of scouts in Ifrane National Park
Regierungsbeamte besuchen unsere Pfadfinder im Ifrane-Nationalpark. Diese Art der Beteiligung ist für das Projekt von entscheidender Bedeutung.