AUFNAHME

Viele Affen und andere exotische Säugetiere leben nach wie vor unter schlimmen Bedingungen. Wir nehmen Tiere auf, die dringend Hilfe brauchen, damit sie wieder zu Atem kommen können. Häufig wurden die Tiere schwer misshandelt oder vernachlässigt. Bei AAP erhalten sie die professionelle Betreuung, die sie benötigen. Nach Eingang der Anmeldung eines Tieres wird die Dringlichkeit und das eventuelle Transportdatum bestimmt. Für einige Arten gibt es eine Warteliste. Alle Tiere kommen nach ihrer Ankunft in Quarantäne. Während dieser Zeit werden sie einer umfassenden medizinischen Untersuchung unterzogen. Für jedes Tier wird ein Behandlungsplan erstellt, in dem Aspekte wie Ernährung, Medikamente und (problematisches) Verhalten besprochen werden. Wenn es nicht von Natur aus ein Einzelgänger ist, wird jedes Tier dann mit Artgenossen in einer der Abteilungen von AAP untergebracht.

UNSERE STANDORTE

AAP Almere

Die Stiftung AAP hat ihren Sitz in Almere, inmitten eines waldreichen Gebietes. Hier im Flevopolder verfügen wir über eine Reihe von speziell ausgestatteten Komplexen auf 5,5 Hektar Land. Mit vielen festen Mitarbeitern und noch mehr Freiwilligen arbeiten wir hier täglich am Wohl unserer Tiere. Am 31. Dezember 2015 befanden sich 471 Tiere im Rettungszentrum von AAP: 51 Schimpansen, 272 andere Primaten, 7 Großkatzen und 141 andere Säugetiere, mit einem kontinuierlichen Zustrom und Weggang von Tieren. Sie sind in der Quarantäne, im Affenhaus, im Schimpansenkomplex, in der Abteilung für Säugetiere, auf den Affeninseln oder in Primadomus untergebracht. Unser Hauptgeschäftsstelle befindet sich ebenfalls in Almere.

Unser Standort ist Teil des Kemphaan, ein Stadt-Landgut, in dem Organisationen zusammenarbeiten, die sich dem Thema Nachhaltigkeit verbunden fühlen. Neben AAP gibt es dort ein Lernzentrum, eine Ferieneinrichtung für benachteiligte Kinder, ein Natur- und Umweltbildungszentrum der Gemeinde Almere, einen Stadtbauer, der seine Produkte ökologisch produziert, und viele andere Aktivitäten.

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Opvang

AAP Primadomus

AAP PrimadomusAAP Primadomus ist der spanische Zweig der AAP-Stiftung. AAP Primadomus liegt 7,5 km südlich von Villena (30.000 Einwohner) in der Region Alicante, am Fuße der 'Sierra de Salinas'. Unser Standort umfasst eine Gesamtfläche von etwa 180 Hektar, von denen ein großer Teil ein Naturschutzgebiet ist und auch bleiben wird. Derzeit beherbergen wir hier verschiedene Gruppen von Primaten, darunter Schimpansen, Lampong-Affen und Mantelpaviane. Im Jahr 2015 wurde auch unser Rettungszentrum für Löwen und Tiger in Betrieb genommen. Zum Teil dank der nationalen Postleitzahlen-Lotterie haben wir in Spanien 24 Gehege realisiert, in denen wir Großkatzen unterbringen können. Da in immer mehr europäischen Ländern der Einsatz von Wildtieren in der Unterhaltungsindustrie eingeschränkt wird, geraten viele Löwen und Tiger in eine missliche Lage. Obwohl es mehrere Tierschutzorganisationen gibt, die sich mit großem Einsatz um Löwen und Tiger kümmern, reicht dies bei weitem nicht aus, um dem zunehmenden Strom von Tieren ein Zuhause zu bieten. In Primadomus können diese Großkatzen jetzt doch noch gut versorgt ihren Lebensabend genießen.

In den letzten Jahren hat sich AAP Primadomus zu einem vollwertigen CITES-anerkannten Rettungszentrum in Südwesteuropa entwickelt. Neben der Unterbringung von Tieren sprechen wir mit den spanischen Behörden auch über die nachhaltige Lösung von Problemen, die in Spanien auftreten, wie zum Beispiel der illegale Handel mit Berberaffen.

Vorläufig kann AAP Primadomus nur in Begleitung von MitarbeiterInnen des Zentrums besucht werden.

NACHHALTIGKEIT

Bei AAP finden wir, dass wir ein verantwortungsbewusster Nutzer der Erde sein sollten. Das bedeutet, dass wir unsere negativen Auswirkungen auf Umwelt, Flora und Fauna minimieren und, wenn möglich, sogar einen positiven Beitrag leisten wollen. Dies beginnt mit Bewusstsein und Wissen, setzt sich aber vor allem in konkretes Verhalten um. AAP ist bereits klimaneutral; jedes Jahr kompensieren wir die CO2-Emissionen mit der Pflanzung von Bäumen in Uganda. Aber wir tun noch mehr:

  • Das Dach der Quarantänestation ist mit Sonnenkollektoren ausgestattet.
  • Das Affenhaus und die Quarantänestation verfügen über eine nachhaltige Wärmepumpe, die die Temperatur pro Einheit über eine Fußbodenheizung reguliert.
  • Die Außenseite des Affenhauses und der Quarantänestation besteht aus "Resysta". Dabei handelt es sich um einen Rückstand aus dem Reisanbau, der aus Reishülsen, Salz und Öl besteht. Resysta ist ein umweltfreundliches und witterungsbeständiges Produkt.
  • Das Innere der Quarantänestation besteht zum Teil aus Accoya-Holz, einer europäischen Holzart, die keine Pflege erfordert. Es wurden auch andere Holzarten mit dem FSC-Gütezeichen verwendet.

AAP übernimmt auch eine soziale Verantwortung im Bereich der Beschäftigung. So bieten wir beispielsweise strukturell Praktika und Studienabschlussmöglichkeiten an und investieren auch in Personen, die sich aus verschiedenen Gründen wieder in die Arbeitswelt oder die Gesellschaft eingliedern wollen.

Opvang

Hier können Sie Arteninformationen über verschiedene Tierarten lesen, die wir erhalten.

Weitere Informationen zum Pflege- und Rehabilitationsprozess finden Sie unter Download Tierheim bei AAP.

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