Stinktier

Aus der Familie der Marderähnlichen, auch Stinkdachs genannt. Weit verbreitet in Nordamerika, von Süd-Kanada bis Mexiko. Mit ihrem dicken, kunstvoll schwarz-weiß gestreiften Fell sind Stinktiere besonders schön anzusehen. Ihre wenig aggressiver Charakter macht sie außerdem zu gefragten Haustieren.

Bei Stinktieren, die als Haustier gehalten werden, wird meist sofort die Stinkdrüse entfernt. Diese Art von Kastration ist nicht mit der sexuellen Kastration von Hunden oder Katzen zu vergleichen. Hier entfernt man bei den Tieren zwar die Fortpflanzungsorgane, jedoch nicht ihre Waffen: ihre Klauen und Zähne. Ein Stinktier hat jedoch keinen anderen Verteidigungsmechanismus, als das gezielt gerichtete Sprühen aus der Stinkdrüse so treffend, dass selbst der größte Bär davon in die Flucht geschlagen wird. Seine Zähne und die kleinen Krallen sind zwar gut entwickelt, aber damit kein es keinen Feind abwehren. Nimmt man dem Stinktier die Drüse, so bedeutet dies, es vollkommen wehrlos und hilfsbedürftig zu machen. Ganz abgesehen von dieser Verstümmelung, bietet ein Stinktier keine nette Gesellschaft. Als Dämmerungstier zeigt es sich erst, wenn die Sonne untergeht und ist daher weniger geeignet am Familienleben teilzunehmen. Auch erweist es sich als zerstörerischer Hausfreund, da es von Natur aus ein Höhlengräber ist.