Waschbär

Der Waschbär gehört zur Familie der kleinen Bären mit einem Verbreitungsgebiet, das ganz Nordamerika umfasst. Waschbären leben üblicherweise in Waldgebieten in der Nähe von Wasser, das eine wichtige Nahrungsquelle ist durch Krabben und andere kleine Wassertiere.

Kein Kuschelbär

Mit ihrer witzigen Augenmaske sehen Waschbären niedlich aus, wer jedoch glaubt einen geselligen Hausgenossen ausgesucht zu haben, fühlt sich bald betrogen. Die flinken Kletterer und Fischer sind tagsüber selten aktiv, sie haben keine Lust zu einem ordentlichen Strandspaziergang oder dazu mit den Kindern zu raufen. Als halb-solitäres Tier hat ein Waschbär auch kein Bedürfnis nach Gesellschaft. Lieber geht er nachts ganz allein auf Nahrungssuche, wobei seine empfindlichen Finger ihm sehr hilfreich sind. Mit Leichtigkeit öffnet er damit den Kühlschrank oder wirft den Mülleimer um. Wegen seiner instiktiven Vorliebe für Wasser gibt es regelmäßig Überschwemmungen in Küche oder Bad. Es ist unmöglich, einen Waschbären zu erziehen. Ein korrigierender Klaps wird ihn erst recht dazu bringen, zu knurren und zu beissen. Viele Tierhalter schließen das widerspenstige Tier dan in einen Käfig, wodurch sein Frust noch zunimmt.

Praktisch alle Waschbären tragen eine bestimmte Art von Spülwurm in sich, der ihnen selbst keine Beschwerden bereitet. Bei anderen Tieren und bei Menschen kann dieser Parasit jedoch Krankheiten hervorrufen, manchmal mit tödlichem Verlauf. Durch die außerordentlich lange Latenzzeit der Eier (15 Jahre) ist es sehr schwierig den Wurm zu bekämpfen. Ein Käfig, in dem jemals ein Waschbär gehaust hat, bildet deshalb noch jahrelang ein Gesundheitsrisiko.