Andere nicht-domestizierte exotische Tiere

Nicht alle Tiere, die Stiftung AAP aufnimmt, stehen auf der Liste der bedrohten Tierarten. Zwar schon alle Affenarten, aber die anderen nicht-domestizierten exotischen Tiere gibt es in ihren jeweiligen Heimatländern noch in so großer Zahl, dass sie nicht für schützenswert erachtet werden. Sie dürfen also frei gehandelt werden, ohne dass es Vorschriften für ihre Unterbringung, Nahrung oder Versorgung gibt.

Manche Tiere wie Degus und Präriehunde sind bereits so eingebürgert, dass man vergisst, dass sie wilde Tiere sind mit allen daraus resultierenden Problemen. Andere Tiere bleiben ein außergewöhnliches Anschauungsobjekt, welches höchstens von zweifelhaften, kleinen Tiergärten oder exzentrischen Privatpersonen angeschafft wurden. Geht das Spiel nicht auf, oder muss der Tiergarten schließen, bleibt noch viel Arbeit, um die abgedankten Tiere anderweitig unterzubringen. Großen Tiergärten sind sie nicht speziell genug und für Privatleute ist ihr Verhalten nicht ansprechend genug. Oft hat so ein Tier viele Eigentümer verschlissen, bevor es bei uns ankommt.

Schläfrig, langweilig und stinkend anders kann man den Luwak oder die Cibetkatze nicht bezeichnen. Dieses südasiatische Tier mit seinem prächtigen, gefleckten Fell wird auch Kaffeeratte genannt, weil es Kaffeebohnen liebt, davon das Fruchtfleisch frisst und den Kern unangetastet wieder ausscheidet. Die einheimische Bevölkerung ist der Ansicht, dass solchermaßen verarbeitete Kaffeebohnen den besten Kaffee ergeben.

Wie alle Katzentiere lebt der Luwak solitär als Nacht- und Raubtier. Während unsere Hauskatze auch bei Tageslicht gerne schnurrt und spielt, hält sich die Civetkatze strikt an ihren Wach- und Schlafrythmus. Sie lässt sich vor den Abendstunden nicht blicken. Wird sie in ihrer Ruhe gestört, wird sie sich höchstens das Haus erneut zu eigen machen, indem sie es mit ihrem famosen Geruch besprüht ... wird dieser auch als Basis für Parfüm genutzt, so ist er doch nicht auszuhalten.