Degu

Kleines, südamerikanisches Nagetier, mit Meerschweinchen und Chinchilla verwandt. Degus stammen von den sparsam bewachsenen Hügeln der Anden: Felsige Gebiete mit etwas Strauchwerk.

In den letzten Jahren ist der Degu zu einem populären Haustier geworden, welches selbst in Gartenzentren verkauft wird. Die frischgebackenen Eigentümer sind sich selten darüber bewußt, dass sie ein Tier gewählt haben, dass sich schlecht an die neuen Umstände anpasst, wie ein anderes Klima und unbekannte Nahrung. Die Verdauung der Degus ist auf eine karge Nahrung und die optimale Verwertung aller Nahrungsstoffe abgestimmt. Reichhaltige Nahrung führt zu völlig falschen Auswirkungen: Das Tier erhält viel zu viele Vitamine und Mineralstoffe.

Viele Käufer wissen auch nicht, dass Degus keinen Zucker vertragen. Sie verwöhnen ihr Tier mit Stückchen Obst, was zu Zuckerkrankheit und vorzeitigem Tod führt.

Degus sind keine Kuscheltiere. Niemals werden sie so zahm wie Meerschweinchen. Ihr Bedürfnis in Höhlen zu schlafen, bringt sie dazu, Löcher in jedes Material oder Möbelstück zu graben, dass sich dafür eignet, wie z.B. Sofas oder Stühle. Um ihre Zähne kurz zu halten, müssen sie nagen, was zu weiteren Schäden an der Wohnungseinrichtung führt.