Erholung und Genesung in der Quarantäne

Informationsschild bei QuarantäneJedes neue Tier verbleibt mindestens sechs Wochen in der Quarantäne. Während dieser Zeit prüft unser Tierarzt den körperlichen Zustand des Tieres (Gebiß, Haut, Knochen, Gewicht, usw.). Das Blut und die Exkremente werden auf krankheitsverursachende Viren, Bakterien und Parasiten untersucht. Ein Chip zur Identifizierung wird den Tieren unter die Haut eingebracht und ggf. erhalten sie ein Mittel zur Empfängnisverhütung.

Unsere Quarantäneabteilung besteht aus einer Anzahl von geschlossenen Einheiten, worin die Tiere zumeist alleine untergebracht werden. Die Tierpfleger müssen strenge Hygieneregeln einhalten. Die Infizierung von Personal bzw. von anderen Tieren muß unbedingt verhindert werden. Allen voran, können Affen Träger von schlimmen Krankheiten sein, z.B. TBC oder Viruserkrankungen wie HIV, Ebola und Hepatitis-C. Waschbären und Stinktiere können mit einem gefährlichen Spülwurm infiziert sein.

Der Tierarzt zeigt Blut von einer Berber AffeViele Tiere brauchen eine spezielle Versorgung. Ein Affenbaby, das seine Mutter vermisst, bekommt ein Schmusetier. Für einen einsamen Schimpansen spielen wir sanfte Musik oder Affengeräusche ab, manchmal zeigen wir ihm ein Video. Ein übergewichtiger Affe, der an Schokolade oder Süßigkeiten gewöhnt ist, muss lernen gesundes Futter zu fressen. Einen mageren Waschbären verwöhnen wir in der ersten Zeit mit seinen (gesunden) Lieblingshappen.

Nach der Quarantänezeit ziehen die Affen in die Affenhalle um, und der Resozialisierungsprozess beginnt. Die kleinen Säugetiere ziehen um in die Säugetierabteilung und lernen dort ihre Artgenossen kennen. Handelt es sich um solitäre Tiere, so erhalten sie eine schönes Fleckchen für sich allein.
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