In memoriam: Riga Reussien-Ligtenberg (10. Juni 1930 – 7. Juni 2012) |
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Am Donnerstagabend, am 7. Juni 2012 um 22.00 Uhr, ist unsere eigene Affenmutter, Riga Reussien-Ligtenberg, verstorben. Zu Beginn der sechziger Jahre begann sie zusammen mit ihrem Mann Okko eine Auffangstelle für viele exotische Tiere, die kein Zuhause hatten. Erst 10 Jahre später, 1972, wurde die Stiftung AAP gegründet. Manch Affenjunges, nahezu dem Tod geweiht, wurde unter Rigas Obhut wieder ein echtes Affenkind. Ihre Kenntnisse und ihre Sachkompetenz waren für manchen bei AAP, aber auch außerhalb AAP, ein Leitbild. Obwohl Okko Reussien während der Jahre in Amstelveen das Gesicht der Organisation war, weiß jeder, der diese Periode mitgemacht hat, dass die Rolle von Riga sicherlich nicht weniger entscheidend war als die von Okko. Dank ihrer Nachtarbeit in einem Kinderkrankenhaus war Geld zum Leben da; tagsüber sorgte sie für die Quarantäne und die Schimpansen und kümmerte sich um die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter, die in jenen Jahren vorbeikamen. Aber immer waren da die einzelnen Tiere, die von ihr abhängig waren. Zugleich war Riga eine Art Mutter für die Menschen bei AAP: streng aber gerecht steuerte sie geschickt zwischen allen Empfindlichkeiten hindurch und war das Bindeglied zwischen allen AAP-Menschen. Viele werden sich an die Abende am Legmeerdijk erinnern, wo wir, nach einer winzigen Tasse viel zu starkem Kaffee, noch miteinander etwas tranken und ein Spiel spielten. Die letzten Jahre ihres Lebens waren beschwerlich. Die Parkinson-Krankheit hatte sie im Griff und machte ihr das Funktionieren manchmal ganz unmöglich. Wählen müssen zwischen körperlicher Kraft und einem klaren Kopf fiel ihr schwer. Das letzte Weihnachtsfest feierten wir daher mit Riga in einem Rollstuhl. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich Riga jemals klagen hörte, obwohl gerade für sie dieses Schicksal und die Abhängigkeit von anderen mehr als furchtbar war. Riga hinterlässt neben ihren Brüdern Ge und Jan und vielen Neffen und Nichten eine sehr große Affenfamilie, die ihrer als einer starken und klugen Frau gedenken wird, die an der Wiege der Stiftung AAP gestanden hat. David van Gennep
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