Erster junger Berberaffe der Saison bei Stiftung AAP


Aktuell - Neuigkeiten  |  Dienstag, 04. August 2009

Am Dienstag, den 4. August kam der erste junge Berberaffe dieser Saison bei Stiftung AAP an. Dieses Affenmännchen, das den Namen Qibla erhielt, ist aller Wahrscheinlichkeit nach noch keine zwei Monate alt. Dieses kleine Tier wurde von Privatpersonen auf einem Markt in Marokko gekauft. Dort wurde den Käufern versichert, dass dieses Äffchen klein bleiben würde. Jedoch nach kurzer Zeit wurde den Besitzern klar, dass ein Berberaffe absolut nicht als Haustier geeignet ist.

Berberäffchen QiblaIn Marokko werden pro Jahr ca. 300 junge Berberaffen in der Wildnis gefangen für den illegalen Handel. Dabei wird die Mutter oft auf grausame Weise getötet (manchmal auch weitere erwachsene Gruppenmitglieder). Touristen kaufen die Äffchen auf dem Markt, schmuggeln sie nach Europa und halten sie als Haustiere. Dies ist immer noch populär, obwohl dies streng verboten ist. Auch durch diesen Handel ist die Population der Berberaffen in Marokko inzwischen mehr als halbiert worden und zählen die Berberaffen nun zu den bedrohten Tierarten.

Affen eignen sich nicht als Haustiere, deshalb landen die eingeschmuggelten Berberäffchen sehr schnell bei Stiftung AAP. Leider hat AAP jedoch nicht genügend Platz für alle Berberaffen, die aufgenommen werden müssen. Aktuell hat AAP 33 Berberaffen in der Aufnahmestation. Allerdings stehen darüberhinaus zig Tiere auf der Warteliste. Wir erwarten, dass die Anzahl der Tiere schnell anwachsen wird, weil die Feriensaison und damit der Handel in vollem Gange ist. AAP erwartet deshalb in der nahen Zukunft vor allem die Ankunft vieler junger Berberaffen.