Pressemitteilung
Tierschutzorganisation AAP gibt misshandelten Schimpansen in Spanien neues Zuhause
Almere/Villena, 29. Oktober 2009 Die niederländische Stiftung AAP, die derzeit 350 misshandelten Wildtieren ein Zuhause bietet, errichtet ein neues Rescue Center in Spanien. Am Dienstag, 2. November 2009, sollen die ersten Primaten, eine Gruppe von zehn Schimpansen, vom niederländischen Almere in das neue AAP-Zentrum im spanischen Villena gebracht werden. Das Gelände ist speziell auf die Bedürfnisse der Affen ausgerichtet und dient als natürliches Reservat. Mit der Eröffnung des Primadomus Rescue Centers verstärkt AAP zugleich seine Unterstützung für Regierungsorganisationen in Europa. Das Zentrum bietet künftig bis zu 150 Tieren ein neues Heim.
Die zehn Schimpansen Donkey, Bob, Achille, Patrick, Anna, Babsie, Peggy, Wilma, Prudence und Sita teilen eine bewegte und traurige Vergangenheit: So verbrachte Donkey die Jahre vor seiner Rettung durch AAP auf einem portugiesischen Autofriedhof. Neben einem offenen Abwasserkanal und zwischen Abfällen war er mit einer Eisenkette an eine heruntergekommene Hundehütte angebunden. Die Kette war so kurz, dass Donkey sich nicht einmal zum Stehen aufrichten konnte. Ein ähnliches Schicksal teilte auch das Schimpansenmännchen Achille: Weil er seit der Pubertät schwer zu bändigen war, wurde der Affe in einen viel zu kleinen Käfig ohne Türen in einem düsteren Zirkuswagen eingesperrt. Über 30 lange Jahre saß Achille dort in der Dunkelheit bis AAP davon erfuhr und das Tier befreite. In ihrem neuen Zuhause in Primadomus kann die Schimpansengruppe nun ein artgerechtes Leben führen und wird von geschulten Pflegern betreut.
Vorbereitung für den sicheren Transport der SchimpansenWochenlang haben Veterinäre und Verhaltensexperten von AAP den Umzug der Tiere vorbereitet. Die Schimpansen kennen beispielsweise ihre zukünftigen Pfleger bereits, damit sie sich in der neuen Umgebung schneller einleben. Für den Transport wird zudem ein eigens ausgestatteter Lastwagen eingesetzt. Am Tag der Abreise werden die Schimpansen für wenige Minuten anästhesiert und einzeln in Transportboxen gelegt. Die Narkose verhindert eine unnötige Stressreaktion der Tiere. Die Reise startet am Abend, damit die Schimpansen den ersten Teil der 36-stündigen Reise schlafend verbringen können. Pfleger sorgen während des gesamten Transports für die Versorgung der Tiere.
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