Der Joghurt Becher von Mojo


Aktuell - Neuigkeiten  |  Montag, 04. Juli 2011

Mojos Aufenthaltsbereich ist grösser geworden. Die Oberfläche der sehr geräumigen Quarantäne ist zwar nicht mehr geworden, aber Mojo hat sich entschlossen, seinen Lebensraum in die Höhe auszubreiten. Zum ersten Mal hat er die höchste Sitzebene erklommen!

Mojo Durch das ganze Gehege sind auf verschiedenen Höhen Sitzstellen eingerichtet, die auf die unterschiedlichste Art und Weise zu erreichen sind (für Schimpansen wohlgemerkt). Die Tiere können Taue benutzen, um sich von einer Stelle zur nächsten zu schwingen, sie können mit großen Sprüngen zwischen den einzelnen Ebenen hin- und herspringen oder entlang der Netze zum nächst höher gelegenen Platz klettern.

Waghälse

Mojo hatte direkt nach seiner Ankunft die unterste Sitzebene recht schnell erkundet (obwohl auch da die ersten Versuche vergebens waren). Die zweite Ebene erreichte er eigentlich eher zufällig durch seine große Neugierde: als er nämlich draußen Stimmen hörte und wissen wollte, wer denn da draußen rumläuft und dabei aus dem Fenster schauen wollte. Die dritte Sitzebene lag aber so weit außerhalb seiner Möglichkeiten, dass er nur etwas desinteressiert in die Höhe schaute. Das war etwas für Waghälse, aber nicht für ihn.

Unwiderstehlich

Diese Woche hat einer der Tierpfleger etwas Unwiderstehliches auf der höchsten Ebene aufgehängt. Erst hatte er Mojo gezeigt, dass er verschiedene Leckereien (eine Handvoll Erdnüsse, ein hartgekochtes Ei, ein paar reife Früchte) in einen leeren Joghurt Becher legte. Nachdem Mojo das Wasser im Munde zusammenlief, machte der Pfleger den Deckel auf den Becher und hängte den Becher an einem Tau über die höchste Sitzebene. Schimpansen haben ein ausgezeichnetes Gedächtnis und Mojo wusste ganz genau, was in dem Becher war… aber wie drankommen?

Und so klomm Mojo zum ersten Mal in seinem Leben am Gitter des Quarantänegeheges entlang nach oben und benutzte seine Zehen, um sich in den Maschen fest zu halten. Genauso wie Schimpansen dies tun. Langsam zog er sich mit seinen Armen nach oben, setzte dann ganz vorsichtig erst den einen Fuß und dann den anderen weiter… bevor er wusste wie ihm geschah, saß er auf der obersten Ebene und hatte den Becher im Arm!

Nicht blöd

Leider – in diesem Fall – ist Mojo nicht dumm. Nach unten schauend erkannte er, dass es einen einfacheren Weg zurück nach unten gab, als entlang des Gitters. Weil er noch wenig Schwielen unter den Fußsohlen hat und die metallischen Gittermaschen schon ganz schön weh tun können, nahm er am nächsten Tag die faulere Route nach oben. Wir hoffen natürlich, dass Mojo in Zukunft genauso leichtfüßig wie die anderen Schimpansen entlang des Gitters im Gehege klimmt. Wie auch immer, unser freundlicher Dicksack ist einen Schritt weiter auf dem Wege zu einem normalen Affenleben.