Bissiges Zwiebertje darf sich in der Quarantäne ausleben


Aktuell - Neuigkeiten  |  Montag, 11. Oktober 2010

Vor einigen Monaten kaufte ein Ehepaar in Limburg die kleine Zwieber bei einem Tierhändler. Natürlich, wer würde bei einem solchen Köpfchen nicht dahinschmelzen? Aber vor allem hatten beide Mitleid mit dem jungen Polarfuchs, der traurig dasaß. Ihr Entschluss fiel schnell und so zogen sie mit ihrem impulsiven Ankauf nach Hause, versehen mit Hundebrocken und anderen Dingen, zu denen ihnen der Tierhändler geraten hatte (die er ihnen anschmierte).

Zwieber Aber so lieb und schmusig Zwiebertje auch aussah, ihr war mit liebevollen Berührungen absolut nicht gedient. So klein wie sie war, sie wehrte sich gegen Streicheleien im Wortsinne mit Händen und Füßen (und Zähnen). Und weil sie gerade ihr Milchgebiss gegen ausgewachsene (Eck-)Zähne eingetauscht hatte, hatten ihre Bisse nichts Spielerisches mehr, es waren die Bisse eines bösen kleinen Raubtieres.

Aufwachsen unter Artgenossen

Kurz, es wurde deutlich, dass Zwieber nicht vorhatte, sich je wie ein Haustier zu verhalten. Über mehrere Ecken nahmen die Besitzer Kontakt mit AAP auf. Soweit sie noch Bedenken hatten, ihren Polarfuchs abzugeben, wurden diese durch unsere Erläuterung der Arbeitsweise von AAP vollständig ausgeräumt: der Gedanke, dass wir ein neues Zuhause für Zwieber suchen würden, wo das Polarfuchsmädchen unter Artgenossen aufwachsen kann, sagte ihnen enorm zu.

Durchbeißen

Am vergangenen Sonnabend kam Zwieber zu uns. Die kommenden Wochen werden für sie - einsam in der Quarantäne Durchbeißen bedeuten, aber die Tierpfleger werden ihr viel Spielzeug geben, in das sie ihre Zähne schlagen kann!